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Zweihandschaltung nie überbrücken · Schutzausrüstung tragen · neue 400-V-Steckdose nur vom FachbetriebSicher spalten

Holzspalterelektrisch

Glossar

Glossar: Begriffe rund um den elektrischen Holzspalter einfach erklärt

Spaltkraft, Hub, Zweihandschaltung, HLP 32: In Datenblättern und Anleitungen von Holzspaltern stehen viele Fachbegriffe, erklärt werden sie selten. Dieses Glossar übersetzt die wichtigsten in einfache Sprache – jede Erklärung stützt sich auf eine Herstellerunterlage, die Norm oder den Prüfbericht der Marktüberwachung.

von der Redaktion aktualisiert am 26. Oktober 2026 2 Min. Lesezeit
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Die Begriffe unten sind alphabetisch sortiert. Jede Erklärung nennt die Quelle, aus der sie stammt – meist eine Bedienungsanleitung, ein Datenblatt oder den Prüfbericht des Regierungspräsidiums Kassel. Wo ein Wert von Gerät zu Gerät verschieden ist, nennen wir ein Beispiel und verweisen auf die Anleitung deines Geräts.

Wo die Begriffe ausführlich erklärt werden

Die Glossar-Einträge sind bewusst kurz. Die Zusammenhänge stehen auf den Ratgeberseiten:

Warum Begriffe in Angeboten oft verwirrend sind

Viele Amazon-Angebote mischen Begriffe. Ein Beispiel: Beim Scheppach HL760L steht im Angebot „Spaltlänge 520 mm“. Gemeint ist die maximale Holzlänge; der Zylinderhub beträgt laut Anleitung 370 mm. Ähnlich ist es beim Druck: Ein Gerät mit mehr bar hat nicht automatisch mehr Spaltkraft, weil auch die Größe des Zylinders zählt. Wir übernehmen deshalb Werte aus Anleitung und Datenblatt und kennzeichnen Angaben, die nur aus dem Angebot stammen. Wie wir dabei vorgehen, steht in unserer Methodik.

Begriffe, bei denen sich Irrtümer halten

Drei Begriffe tauchen im Netz oft mit falschen Pauschalen auf. Ölwechselintervall: Die im Netz verbreitete Zahl von 200 Stunden steht in keiner Anleitung, die wir gelesen haben; ein einheitliches Intervall gibt es nicht. Scheppach nennt für den HL760L 150 Arbeitsstunden, für Compact 10t und HL810 den ersten Wechsel nach 50 und danach alle 500 Stunden, Zipper einmal jährlich. Maßgeblich ist immer die Anleitung deines Geräts. Spaltkreuz und Kegelspalter: Für beide haben wir kein allgemeines Verbot gefunden; was belegt ist, steht unter Ist ein Spaltkreuz verboten? und Sind Kegelspalter verboten?. 230 V: Die Schuko-Steckdose begrenzt die Spaltkraft nicht auf 8 t; Scheppach führt den Compact 10t laut Datenblatt mit 230 V, Zipper den ZI-HS10TN laut Anleitung mit 11 t ± 10 % an 230 V. Was ein Gerät braucht, steht auf dem Typenschild.

Antworten auf typische Fragen findest du unter Fragen und Antworten, die Kaufberatung auf der Startseite.

Anschlussleitung (H05VV-F, H07RN-F)
Kennzeichnung des Kabeltyps, den die Anleitung vorschreibt. Scheppach verlangt für den Compact 10t Leitungen mit der Kennzeichnung H07RN-F; beim HL760L nennt der deutsche Teil der Anleitung H05VV-F, der englische Teil H07RN. Maßgeblich ist die Anleitung deines Geräts.
Betriebsart S3 25 %
Angabe zum Aussetzbetrieb des Motors. Scheppach erklärt sie beim HL760L als periodischen Aussetzbetrieb: Die Spieldauer beträgt 10 Minuten, die relative Einschaltdauer 25 % davon. Ein solches Gerät ist nicht für Dauerbetrieb gebaut.
Betriebsdruck
Der Druck im Hydrauliksystem in bar, etwa 208 bar beim Scheppach HL760L oder 280 bar beim Güde GHS 500/8TE. Laut Regierungspräsidium Kassel verlangt DIN EN 609-1, dass der höchstzulässige Betriebsdruck am Gerät angegeben ist. Bar-Werte verschiedener Geräte sagen allein nichts über die Spaltkraft.
Drehstrom (400 V)
Dreiphasiger Anschluss mit CEE-Stecker, umgangssprachlich Starkstrom oder Kraftstrom. Eine neue Drehstromsteckdose ist eine Erweiterung der Elektroanlage; laut § 13 NAV darf sie außer dem Netzbetreiber nur ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Unternehmen ausführen.
Druckbegrenzungsschraube
Bauteil, das den Höchstdruck der Hydraulik begrenzt. Scheppach stellt den HL760L werkseitig auf ein etwa 10 % niedrigeres Leistungsniveau ein; der Anwender darf diese Grundeinstellung aus Sicherheitsgründen nicht verstellen.
Druckplatte
Die Platte, die beim liegenden Spalter das Holz gegen den Spaltkeil schiebt. Beim Scheppach HL760L fährt sie zurück, sobald beide Bedienteile losgelassen werden.
Entlüftungsschraube
Schraube am Öltank, die vor dem Spalten einige Umdrehungen gelöst und vor dem Transport festgezogen wird. Bleibt sie zu, entsteht laut Scheppach Überdruck, der die Maschine beschädigen kann; bleibt sie beim Transport offen, kann Öl austreten.
Fehlerstromschutzschalter (RCD)
Schutzschalter, der bei einem Fehlerstrom abschaltet. Güde lässt den Betrieb der GHS-500-Holzspalter nur mit einem Fehlerstromschutzschalter mit höchstens 30 mA Fehlerstrom zu.
Hub (Spalthub, Zylinderhub)
Der Weg, den Zylinder und Druckplatte oder Keil zurücklegen. Er ist nicht dasselbe wie die maximale Holzlänge: Der Scheppach HL760L hat laut Anleitung 370 mm Zylinderhub, nimmt aber Holz bis 520 mm Länge auf.
Hubbegrenzung
Einstellung, mit der die Druckplatte bei kurzem Holz nicht den vollen Weg zurückfährt. Scheppach beschreibt sie für den HL760L über einen Hubbegrenzungsring und nennt sie bei kurzem Spaltgut sinnvoll.
Hydrauliköl HLP
Die Ölsorte, mit der die Hydraulik arbeitet. Die Zahl dahinter ist laut Forest Master die ISO-Viskositätsklasse; je größer, desto zähflüssiger. Welche Sorte dein Gerät braucht, steht in der Anleitung: Scheppach empfiehlt für den HL760L HLP 32, Güde nennt für die GHS-500-Reihe HLP 46.
Kegelspalter (Drallkeilspalter)
Spalter mit drehendem Gewindekegel statt feststehendem Keil; die Norm dafür ist DIN EN 609-2. Ein allgemeines Verbot ist nicht belegt: Die SVLFG nannte den Einsatz 2013 in einer Pressemitteilung verboten, ihre Vorschrift VSG 3.1 von 2017 regelt aber nur den Betrieb.
Keilspaltmaschine
Normbegriff für den Holzspalter, der Holz gegen einen Keil drückt oder einen Keil ins Holz treibt. Die maßgebliche Produktnorm ist DIN EN 609-1:2017-04, Teil 1: Keilspaltmaschinen.
Kurzholz- und Langholzspaltmaschine
Einteilung, die das Regierungspräsidium Kassel bei der Marktüberwachung 2024 verwendet hat. Kurzholzspalter sind für Scheite, Langholzspalter für längeres Holz wie Meterholz gebaut; dazu unterscheidet die Behörde horizontale und vertikale Bauweise.
Liegend und stehend
Die beiden Bauformen. Liegend (horizontal) für Scheite bis etwa 50 cm und kleinere Mengen, stehend (vertikal) für Meterholz und schwere Rundlinge. Der Güde GHS 500/8TE ist laut Datenblatt ein stehendes Gerät mit Spaltsäule.
Phasenwender
Teil der Schalter-Stecker-Kombination bei 400-V-Geräten, über den die Drehrichtung des Motors festgelegt wird. Laut Güde beschädigt ein Betrieb in falscher Drehrichtung die Ölpumpe. Arbeiten am Schalter-Stecker gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.
Spaltkraft (Spaltdruck)
Die Kraft, mit der der Spalter das Holz spaltet, im Handel in Tonnen angegeben. Physikalisch ist es eine Kraft in Kilonewton; laut Regierungspräsidium Kassel entsprechen 150 kN einer Gewichtskraft von 15 Tonnen. Güde nennt den Wert Spaltdruck.
Spaltkreuz
Aufsatz mit zwei sich kreuzenden Schneiden, der das Holz in einem Hub in vier Teile spaltet. Ein allgemeines Verbot ist nicht belegt; unzulässig ist ein Spaltkreuz, das der Hersteller für das Gerät nicht anbietet oder freigibt.
Spaltsäule
Die senkrechte Führung, an der der Keil beim stehenden Spalter von oben ins Holz fährt. Güde nennt für den GHS 500/8TE eine Spaltsäule mit 100 × 100 mm.
Steuerventil
Ventil, das das Öl von der Pumpe in den Zylinder oder zurück in den Tank leitet; betätigt über den Bedienhebel. Scheppach zählt es beim HL760L zum geschlossenen System aus Öltank, Ölpumpe und Steuerventil. Ein defektes Steuerventil tauscht laut Güde nur der Service.
Typenschild
Schild am Gerät mit den Pflichtangaben. DIN EN 609-1 verlangt laut Regierungspräsidium Kassel unter anderem Hersteller und Anschrift, Typ, Gewicht, höchstzulässigen Hydraulikdruck, zulässige Holzmaße und elektrische Nenndaten. Was ein Gerät an Strom braucht, steht hier, nicht in der Tonnenzahl.
Unterspannungsauslösung
Schutz im Schalter, der nach einer Stromunterbrechung ein selbstständiges Wiederanlaufen verhindert. Güde baut sie in die Schalter seiner Holzspalter ein; das Gerät muss danach neu eingeschaltet werden.
Zweihandschaltung
Die wichtigste Schutzeinrichtung: Der Spaltvorgang läuft nur, solange beide Hände je ein Bedienelement halten, und stoppt beim Loslassen eines davon. DIN EN 609-1 verlangt laut Regierungspräsidium Kassel außerdem Schutz gegen einfaches Umgehen; 2024 ließ sie sich bei 9 von 11 geprüften Geräten mit Holzstück oder Klebeband überbrücken.

Quellen

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Wer das zusammenstellt

Redaktion holzspalter-elektrisch.de

Kaufberatung Holzspalter & Brennholz

Wir sind die Redaktion von holzspalter-elektrisch.de. Wir werten Datenblätter, Bedienungsanleitungen, die Norm DIN EN 609-1 und Berichte der Marktüberwachung aus und machen daraus Kaufberatung für alle, die ihr Brennholz selbst spalten – mit Quellen auf jeder Seite. Eigene Tests oder Messungen machen wir nicht, und das sagen wir offen.

  • Datenblätter und Anleitungen ausgewertet
  • Norm und Prüfbericht als Maßstab
  • Keine eigenen Tests – offen gesagt
  • Quellen auf jeder Seite

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