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Holzspalterelektrisch

Frage & Antwort

Sind Kegelspalter verboten?

Ein allgemeines Verbot für Kegelspalter ist nicht belegt. Die SVLFG schrieb 2013 in einer Pressemitteilung, der Einsatz von Drallkeilspaltern (Kegelspaltern) sei verboten; ihre Unfallverhütungsvorschrift VSG 3.1 in der Ausgabe von 2017 enthält dagegen Regeln für den Betrieb solcher Maschinen. Für Schraubenspalter gibt es mit DIN EN 609-2 eine eigene Produktnorm.

von der Redaktion aktualisiert am 26. Oktober 2026 3 Min. Lesezeit

Die kurze Antwort

Ein allgemeines Verbot ist nicht belegt, auch nicht die oft zitierte Jahreszahl 1996. Die SVLFG nannte den Einsatz von Kegelspaltern 2013 in einer Pressemitteilung verboten. Ihre Vorschrift VSG 3.1 (Ausgabe 2017) regelt dagegen den Betrieb von Drallkeil-Spaltmaschinen, etwa ohne Handschuhe und ohne lose Kleidung. Für Privatleute haben wir keine Vorschrift gefunden. Die Gefahr bleibt: Der drehende Kegel kann Kleidung erfassen.

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Was belegt ist – und was nicht

Ein Kegelspalter, auch Drall- oder Schraubenspalter genannt, dreht einen Gewindekegel ins Holz, bis es aufreißt. Angetrieben wird er von einem Traktor, einem Bagger, einem eigenen Motor oder, als kleiner Aufsatz, von der Bohrmaschine. Das ist eine andere Maschinenart als der hydraulische Holzspalter, der das Holz gegen einen Keil drückt.

Im Netz steht oft, für Kegelspalter gelte ein Verbot ab 1996. Eine Primärquelle dafür haben wir nicht gefunden. Was wir selbst gelesen haben:

QuelleAussage
SVLFG, Pressemitteilung vom 18.11.2013„Der Einsatz von Drallkeilspaltern (Kegelspaltern) ist verboten.“ Eine Fundstelle nennt der Text nicht.
SVLFG, Unfallverhütungsvorschrift VSG 3.1, Ausgabe 1. Mai 2017, § 66Regeln für Spaltmaschinen: lose Kleidung an Maschinen mit umlaufenden Werkzeugen unzulässig, Handschuhe an Kurzholz-Drallkeil-Spaltmaschinen ohne Zuführeinrichtung unzulässig. Ein Verbot steht dort nicht.
DIN MediaDIN EN 609-2:2010-07 „Schraubenspaltmaschinen“ ist als gültige Norm geführt.

Die SVLFG ist die gesetzliche Unfallversicherung der Landwirtschaft, Forsten und des Gartenbaus. Ihre Vorschriften gelten für ihre Versicherten. Eine Vorschrift, die Privatleuten den Kegelspalter verbietet, haben wir nicht gefunden. Wir schreiben deshalb nicht „verboten“ und nicht „erlaubt“, sondern: Ein allgemeines Verbot ist nicht belegt, und die Vorschriften, die es gibt, zeigen, wo die Gefahr liegt.

Wo die Gefahr liegt

Beim hydraulischen Keilspalter sorgt die Zweihandschaltung dafür, dass beide Hände außerhalb des Spaltbereichs sind. Beim Kegelspalter dreht das Werkzeug selbst. Die VSG 3.1 der SVLFG reagiert darauf mit zwei Regeln in § 66:

  • Lose Kleidungsstücke sind beim Arbeiten an Spaltmaschinen mit umlaufenden Werkzeugen unzulässig.
  • Handschuhe sind beim Arbeiten an Kurzholz-Drallkeil-Spaltmaschinen ohne Zuführeinrichtung unzulässig.

Dazu kommt § 66 Absatz 1: Holzspaltmaschinen dürfen nur von einer Person bedient werden, und der Spaltvorgang beginnt erst, wenn niemand im Gefahrenbereich ist. Das deckt sich mit unserer Regel für jeden Spalter: Eine Person bedient, niemand reicht im Spaltbereich Holz an.

Auch die Anleitung eines kleinen Spaltkonus für die Bohrmaschine (Westfalia X-Split) warnt: Haare, Kleidung und Handschuhe gehören weg von sich bewegenden Teilen, weil lockere Kleidung, Schmuck oder lange Haare erfasst werden können. Mehr zu diesen Aufsätzen steht unter Kegelspalter für die Bohrmaschine.

Was das für dich heißt

Für Brennholz im eigenen Hof ist der elektrische Keilspalter der Standard; die SVLFG nennt hydraulische Spaltmaschinen schon 2013 „heute Standard“. Seine Schutzeinrichtung, die Zweihandschaltung, wirkt allerdings nur, wenn sie nicht überbrückt wird: Das Regierungspräsidium Kassel fand 2024 an allen 11 geprüften Holzspaltmaschinen Mängel an der Zweihandschaltung, bei 9 von 11 ließ sie sich mit Holzstück oder Klebeband überbrücken. Was beim Keilspalter zählt, steht unter Holzspalter sicher bedienen und Zweihandbedienung statt Fußpedal.

Ob ein Gerät aus dem Handel insgesamt sicher ist, klärt die Frage Sind Holzspalter sicher?. Welche Norm für Keilspaltmaschinen gilt, steht unter DIN EN 609-1. Für kleine Mengen Kaminholz vergleichen wir passende Geräte unter kleiner Holzspalter.

Fragen aus der Werkstatt

Seit wann sind Kegelspalter verboten?

Für die verbreitete Angabe „seit 1996“ haben wir keine Primärquelle gefunden. Belegt ist eine Pressemitteilung der SVLFG vom 18. November 2013, die den Einsatz von Drallkeilspaltern (Kegelspaltern) verboten nennt, ohne Fundstelle. Die Unfallverhütungsvorschrift VSG 3.1 der SVLFG, Ausgabe 1. Mai 2017, enthält Regeln für Drallkeil-Spaltmaschinen, aber kein ausdrückliches Verbot.

Darf ich als Privatperson einen Kegelspalter benutzen?

Eine Vorschrift, die Privatleuten Kegelspalter verbietet, haben wir nicht gefunden. Die Unfallverhütungsvorschriften der SVLFG richten sich an ihre Versicherten, also land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Das Risiko ist aber dasselbe: Ein drehender Kegel kann Handschuhe und Kleidung erfassen. Halte dich an die Anleitung des Herstellers und arbeite nie mit Handschuhen am drehenden Kegel.

Warum gelten Kegelspalter als gefährlich?

Weil das Werkzeug dreht. Die VSG 3.1 der SVLFG verbietet beim Arbeiten an Spaltmaschinen mit umlaufenden Werkzeugen lose Kleidung und an Kurzholz-Drallkeil-Spaltmaschinen ohne Zuführeinrichtung Handschuhe. Auch die Anleitung eines Bohrmaschinen-Spaltkonus von Westfalia warnt, dass lockere Kleidung, Schmuck oder lange Haare von sich bewegenden Teilen erfasst werden können.

Quellen

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Wer das zusammenstellt

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Wir sind die Redaktion von holzspalter-elektrisch.de. Wir werten Datenblätter, Bedienungsanleitungen, die Norm DIN EN 609-1 und Berichte der Marktüberwachung aus und machen daraus Kaufberatung für alle, die ihr Brennholz selbst spalten – mit Quellen auf jeder Seite. Eigene Tests oder Messungen machen wir nicht, und das sagen wir offen.

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